Trans-Afrika: Blog

Für mehr Informationen und Bilder aus Afrika klicken Sie hier

9. April 2009

Afrika Afrika

Abgelegt unter: Allgemein, in eigener Sache — Tags:, , , , , — Remo Nemitz @ 12:57

Afrika Afrika, das Zirkusereignis vom Schweizer André Heller macht ja seit längerem seine Runde u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ich habe mir vor einiger Zeit mal eine Vorstellung in der Berliner O2-Arena angeschaut, allerdings nur, weil meine Freundin und ich Freikarten von einem Radiosender bekommen hatte, die regulären Preise finde ich persönlich etwas happig.

Die Radiostation hat Super-Plätze organisiert, ein paar Meter von der eigentlichen Plattform, wo alle Darbietungen stattfanden. Man muss hier aber auch sagen, dass die O2-Arena ziemlich gross ist, und meiner Meinung nach die Plätze ganz oben viel zu weit vom Platz des Geschehens waren.

Die akrobatischen Stücke waren schön, aber wer mal im Cirque du Soleil, oder einem beliebigen chinesischen Zirkus war, wird nicht begeistert sein. Alles solide und symphatisch, aber nichts, was man nach den Pressestimmen erwarten würde.

Der afrikanische Bezug ist durch die Darsteller (die aus x Ländern Afrikas kommen) natürlich da, aber viele Stücke wirken wie eine beliebige Akrobatiknummer, zu der krampfhaft ein Afrikabezug gezimmert wurde, alles musste irgendwie Afrika sein…

Als Fazit: “Afrika Afrika” soll jetzt nicht schlechtgeredet werden, das ist schon ein schöner Zirkusnachmittag. Ich hatte nach dem ganzen Medienhype jedoch mehr erwartet. Insgesamt erscheinen mir die Tickets für “Afrika Afrika” überteuert.

21. Dezember 2007

Namibia: Herero und Nama fordern deutsche Wiedergutmachung

Abgelegt unter: Allgemein, Namibia, Politik — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 13:00

In Namibia haben Repräsentanten der Herero-und Nama-Völker gemeinsame Forderungen zur Entschädigung für ein Massaker durch kaiserlich-deutsche Truppen anfangs des 20. Jahrhunderts präsentiert.Das Positionspapier sieht den Kauf von Land, den Bau von Schulen und Gesundheitszentren, Strassen, Kulturzentren, Bildungseinrichtungen und deren Folgefinanzierung vor.

Mit dem neuen Anlauf und den Nama als Verbündeten habe der Herero-Häuptling Kuaima Riruako den Reparationsforderungen «weiteren Schwung» gegeben, schrieb die in der Hauptstadt Windhuk erscheinende «Allgemeine Zeitung» am Donnerstag.

Der Schiessbefehl des Generals Lothar von Trotha gegen die Herero (1904) und die Nama (1905) stelle «im Sinne des internationalen Rechts ein Völkermordverbrechen» dar, «für das wir eine gerechte Wiedergutmachung fordern», zitiert die Zeitung aus dem Dokument.

Nachdem das namibische Parlament einem Reparationsantrag des Herero-Häuptlings Riruako im Oktober 2006 Rückendeckung gegeben hatte, fordert dieser jetzt Gespräche. «Der Ball ist nun in der deutschen Hälfte», sagte Riruako den Angaben zufolge. Das Dokument solle an die Bundesregierung und das deutsche Parlament weitergeleitet werden.

Mehr in der Basler Zeitung 

Namibia-Ausstellung in Rathenow

Abgelegt unter: Allgemein, Namibia, Völker — Tags:, , , , , , , — Remo Nemitz @ 12:15

NamibiaAls Potsdamer möchte ich gerademal auf eine Ausstellung in der Region aufmerksam machen:

Deutsches Kapitel in Afrika Ausstellung / Kulturzentrum Rathenow beleuchtet Beziehung zu Namibia in einer sehenswerten Schau

Am 18. Januar beginnt in Rathenow, Brandenburg eine Länderschau über Namibia, die erstmals in der Region Berlin-Brandenburg zu sehen ist.
„Namibia und Deutschland – Aktuelle Aspekte einer besonderen Länderbeziehung“, ist die Schau überschrieben. Deutschlands Beziehungen zu Namibia sind ja nicht wirklich einfach.

Das Gebiet wurde 1884 ein deutsches Protektorat und blieb bis zum Ende des Ersten Weltkrieges eine deutsche Kolonie. Im Jahr 1920 übertrug der Völkerbund Südafrika das Mandat für die Südwestafrika, das hier ab 1948 seine Apartheid-Politik durchsetzte.

Im Jahr 1966 brachten Aufstände und Forderungen afrikanischer Führer die Vereinten Nationen dazu, die direkte Verantwortung über das Gebiet zu übernehmen. 1973 erkannten die Vereinten Nationen die South West Africa People’s Organisation (SWAPO) als offizielle Vertretung des namibischen Volkes an. Namibia blieb während dieser Zeit jedoch unter südafrikanischer Verwaltung. Nach nationalen Gewaltausbrüchen in Südwestafrika ernannte Südafrika 1985 eine Übergangsverwaltung in Namibia. Mit Ausnahme der Hafenstadt Walvis Bay, die bis 1994 unter südafrikanischer Kontrolle blieb, erhielt Namibia 1990 die volle Unabhängigkeit von Südafrika.

Die deutsche Kolonial-„Epoche“ spiegelt sich heute noch im Land Namibia – viele namibische Städte sehen „deutsch“ aus, die deutsche Sprache hat einen besonderen Status. Auch während der Apartheid-Herrschaft Südafrikas bis zur Unabhängigkeit Namibias hatte das Land eine besondere Stellung in der Öffentlichkeit Deutschlands.

Die Wanderausstellung der Deutsch-Namibischen Gesellschaft reflektiert die besonderen Verbindungen zwischen Namibia und Deutschland, die seit über einem Jahrhundert bestehen. Es werden Menschen, Landschaften und Kulturen des Landes gezeigt. Die Besucher der Schau, die erfolgreich in vielen Städten gezeigt wurde, haben Gelegenheit sich über die namibische Sicht zu unterschiedlichsten Themen zu informieren.

Ausstellungseröffnung ist am 17. Januar 2008 um 18:00 Uhr und wird im Kulturzentrum Rathenow, Märkischer Platz 3 in 14712 Rathenow gezeigt.

23. Oktober 2007

Heute vor 65 Jahren: Schlacht bei El Alamein

Abgelegt unter: Politik, Ägypten — Tags:, , , , , , , — Remo Nemitz @ 11:16

Montgomery Mit der Schlacht bei El Alamein am 23. 10.1942 nahm die Vertreibung der deutschen und italienischen Truppen aus Nordafrika ihren Anfang.

Am 23. Oktober 1942 begann bei El Alamein die Großoffensive der britischen achten Armee gegen die in Ägypten eingedrungenen deutsch-italienischen Truppen. Diese Schlacht entwickelte sich zur Entscheidungsschlacht um Nordafrika.

El Alamein (etwa 80 Kilometer im Westen von Alexandria) war der östlichste Punkt, den die faschistischen Streitkräfte unter Generalfeldmarschall Erwin Rommel in Ägypten erreichten. Ägypten stand unter britischen Einfluss und geriet 1940 in das Blickfeld der deutschen Führung. Hier kam es zu dem entscheidenden Aufeinandertreffen der Kriegsgegner.

Die wichtigste Maßnahme der Briten war die Beorderung von Generalleutnant Bernard Law Montgomery als Oberbefehlshaber der achten Armee. Die britische Führung setzte dem Taktiker und Haudegen Rommel einen strategischen Kopf entgegen. Rommel berichtet in einem Brief nach Berlin, dass die Briten sich intensiv auf die Offensive vorbereiten, Zehntausende Soldaten werden viele Wochen “besonders geschult”. Die Vorbereitung der Briten in Ägypten, beinflusste sogar die sowjetische Verteidigung Stalingrads. Ein Großteil des in Basra entladenen alliierten Kriegsgeräts sollte an die Rote Armee gehen, wurde aber nach Ägypten umgeleitet.

Die Briten waren den deutsch-italienischen Truppen numerisch überlegen. Rommel konnte über 80.000 Soldaten sowie 550 Panzer verfügen, Montgomery dagegen über 230.000 Soldaten und 1.350 Panzer. Die 345 Flugzeuge der Achsenmächte trafen auf 1.200 britische Flugzeuge. Die deutsch-italienischen Stäbe wurden von der britischen Offensive komplett überrascht. Rommel zum Beispiel erholte sich in Deutschland. Am 2.11.1942 durchbrachen die britischen Truppen die stark befestigten faschistischen Stellungen, in wenigen Wochen mussten sich die Faschisten bis an die 3.000 Kilometer entfernte Grenze zu Tunesien zurückziehen.

Der Erfolg der Briten bei El Alamein war der erste große britische Sieg zu Lande im Zweiten Weltkrieg.

Quelle: Junge Welt

läuft stressfrei mit WordPress ( WordPress.de )