Trans-Afrika: Blog

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23. Oktober 2009

Presserklärung Wolfskin

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 14:35

Das durch sein Abmahnungen in die aktuellen Nachrichten gekommene Unternehmen Jack Wolfskin hat eben eine Pressemitteilung herausgegeben, in der es heisst, dass die aktuellen Abmahnungen gegen die dawanda-Bastler zurückgenommen werden.

Das ist ohne Frage zu begrüssen.

Wichtige Aspekte werden jedoch nicht angesprochen:

Die Abmahnungen bleiben offensichtlich aus der Sicht von JW berechtigt, es ist nur eben so, dass der öffentliche Druck zu gross wurde. Es klingt eher so, dass Problematik weiter wie bisher gehandhabt wird, nur eben nicht gleich mit Anwälten. Kosten sollen “möglichst ganz” vermieden werden (das klingt für mich so: Wenn es eben doch mal 911 Euro werden, liessen sich die Kosten eben nicht ganz verhindern).

Was ist mit den von Wolfskin abgemahnten Klamottenanbieter aus der Schwulenszene, Zoohandlungen und Hundevereinen? Sind die zurecht abgemahnt worden?

Hat Jack Wolfskin das Recht auf alle Tatzen und Pfoten (so genau wird das bei JW nicht unterschieden) ?

Wie ist das mit dem Logo? Wie sieht es mit der Nichtverfolgung von Tatzen im Logo von grösseren Unternehmen aus? Wird dadurch die Eigenständigkeit und der Alleinanspruch der Wolfstatze von JW geschwächt?

 Dazu kam keine Klarstellung. Schlecht geheult - Wolf!

Mehr auch hier:

http://www.duspuerstdasgras.de/2009/10/23/der-wolf-heult-etwas-leiser-aber-mehr-auch-nicht/

P.S.: es geht nicht darum, diesem Unternehmen zu schaden. Eher geht es darum, das Unternehmen darauf aufmerksam zu machen, dass mit der Tatze seit Jahren was falsch läuft (und nicht nur hier, Stichwort TAZ, Logistikzentrum im Naturschutzgebiet, beschönigte Sicht zu Nanopartikeln auf JW-Produkten). Im besten Fall tritt eine Besserung dieser Punkte ein, wer weiss.

21. Oktober 2009

Jack Wolfskin ruft an - Werbeblogger schwer beeindruckt

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 23:22

Nach Tagen praktisch fehlender Krisenkommunikation telefonierte der Boss von Jack Wolfskin, “Mastermind” Manfred Hell mit Ralf Schwartz vom Werbeblogger, der sich hinterher offenbar tief beeindruckt zeigte.

Heraus kamen Versatzstücke wie:

“So wie sich die Rolle der Marke in den letzten Jahren im Leben der Menschen veränderte, so müssen sich auch die Prozesse ändern, die diese Marke aufbauen, die sie formen und vervollkommnen, ist er überzeugt. Es müssten sich aber auch dringend die Prozesse ändern, die ursprünglich die Marke vor Missbrauch schützen sollen. Hier muß ein neues Augenmaß der neuen (Medien-) Welt gerecht werden.

Dies wollte er uns mitteilen.”

Ich mag keine Texte, die ich nicht intuitiv verstehen kann (wobei es natürlich immer zwei Gründe für Nichtverstehen geben kann: entweder das Textstück ist Bullshit oder ich bin einfach ein wenig langsam)

Ausserdem wurde der Autor zu einem Treffen eingeladen.

Manchmal (vielleicht auch oft)  ist das die Internetwelt so skurril, da muss man garkeine Witze mehr drüber machen.

20. Oktober 2009

Outdoorhersteller und die Arbeitsbedingungen

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , , , , — Remo Nemitz @ 17:05

Im Zuge der Abmahnungen durch Jack Wolfskin bin ich über folgendes Video gestolpert:

Das lässt dieses grosskotzige Gehabe von Jack Wolfskin doch noch einmal in einem anderen Licht erscheinen.

Übrigens nochmal: wenn ein Shirt wie dieses für Wolfskin okay ist wird, dann bleibt die ganze Aktion von wolfskin für mich vollkommen absurd und unglaubwürdig und Geldschneiderei (danke Seyko vom namibia-forum.ch für dem Bildhinweis).

Oder gibt es markenrechtliche Hürden, die dies unmöglich machen? Dann freue ich mich natürlich über Aufklärung.

Neues zu Jack Wolfskin Abmahnungen

Abgelegt unter: Allgemein, in eigener Sache — Tags:, , , , — Remo Nemitz @ 12:09

Nachdem die Jack Wolfskin-Abmahnungen gegen die Pfotenbilder ja momentan hohe Wellen schlagen, und u.a. bereits in den USA angekommen sind (als Beispiel für eine überholte Kundenkommunikation):

http://adage.com/globalnews/article?article_id=139767

etablierte Medien wie Spiegel Online, Focus und TAZ berichten:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655890,00.html

http://www.focus.de/digital/internet/jack-wolfskin-tatze-abmahnwelle-gegen-hobby-designer_aid_446159.html

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/wenn-die-wildnis-abmahnt/

veröffentlichte Jack Wolfskin offensichtlich eine Pressemitteilung, die impliziert drohend wirkt:

http://www.werbeblogger.de/2009/10/19/jack-wolfskin-stellungnahme/

“Somit dient die Abmahnung auch einer schnellen und relativ kostengünstigen Beendigung der Angelegenheit. Sie verhindert also zusätzliche häufig weit höhere Kosten im Falle einer Einschaltung der Gerichte.”

Wenn man nett ist, könnte man ja vermuten, dass es Jack Wolfskin wirklich um den Markenschutz geht und sich nicht nur an Bastlern vergreift.

Aber schaut euch das mal an, Merchandisingartikel zum neuen Album von Shakira (Shewolf):
https://www.fanfire….
Liebes Jack Wolfskin Krisenteam: ich kann davon ausgehen, dass Shakira schon einen Brief mit der Abmahnung bekommen hat, oder? Das wäre sooo eine coole Geschichte – JW vs Shakira, da hätte sich dann das Verhältnis von David und Goliath umgekehrt…

Oder traut ihr euch wirklich nur an Bastler ran? Dann wäre es wirklich an der Zeit, zu überlegen, wie man Spendenaufrufe für mögliche Prozesskosten koordiniert.

Grad noch gefunden:

Die Unternehmen Xe führte bis Oktober 2007 ebenfalls eine Tatze im Logo. Damals hiess das Unternehmen noch Blackwater

Ich kann mir vorstellen, dass eine Abmahnung in diesem Fall für Wolfskin ein bisschen gruselig geworden wäre. Aber wie gesagt, zum Bastler Erschrecken reichts ja noch!

Ein Beispiel für eine konsequente “Enttatzung”:

http://bemme51.blogspot.com/2009/10/jack-wolfskin-ab-jetzt-ohne-tatze.html

18. Oktober 2009

Jack Wolfskin - Abmahnungen gegen Pfotenbilder im Netz

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , , , , — Remo Nemitz @ 09:38

“Jack Wolfskin, dessen Logo eine Wolfstatze ziert, untersagt allen Anbietern von Pfoten(!)-Designs die Verwendung derselben, denn Jack Wolfskin sieht seine Markenrechte verletzt![…] Wiedermal sind Abmahnanwälte im Namen einer Marke unterwegs, um ihr den Garaus zu machen. Wiedermal riskiert man wegen fragwürdiger Markenschutzbemühungen einen PR-Gau und das Image einer wertvollen Marke.”

Mehr zum aktuellen Abmahnfall Jack Wolfskin auf Werbeblogger.

Ein Beispiel, was abgemahnt wurde:

http://de.dawanda.com/product/3272130-TShirt-Top-Katze-Ball-Pfoten

Aus meiner Sicht sehr krass, nachdem es in diesem Jahr immer wieder zu Abmahnungen in der Internetwelt gekommen ist, die oft so hohe Wellen geschlagen haben, dass die Abmahn-Marke schweren Schaden genommen hat. Ich frage mich immer, wie sich Berater in die Firma mogeln, die den Verantwortlichen solche Harakiri-Aktionen einflüstern.

Und natürlich ist auch die Frage zu stellen, wo der gesunde Menschenverstand bleibt…

Man kann wohl davon ausgehen, dass die Abmahnanwälte im Recht sind (das Internet ist schliesslich kein “rechtsfreier Raum”, um diesen unsäglichen Spruch mal zu bringen). Das Riesenproblem hierbei ist jedoch, dass sofort nach der schwersten Keule gegriffen wird und nicht bei kleineren Vorkommnissen einfach mal mit einem Verantwortlichen telefoniert wird (email tuts sicher auch).  Da muss man sich meiner Meinung nach nicht wundern, wenn die eigene Marke plötzlich einfach die nächste Sau ist, die durchs Dorf getrieben wird, sorry.

Mehr Meinungen zu den Wolfskin-Abmahnungen:

 http://www.sichelputzer.de/2009/10/17/jack-wolfskin-dawanda-und-das-recht/

http://www.netzpolitik.org/2009/abwahnsinn-jack-wolfskin-mahnt-bastelcommunity-ab/

http://www.stoibaer.de/jack-wolfskin-macht-auf-abmahnmarke.html

http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2009/10/jack-wolfskin-eroeffnet-abmahnherbst.html

http://www.pottblog.de/2009/10/18/jack-wolfskin-die-tageszeitung-taz-und-dawanda/

http://de.dawanda.com/topic/21/2539526

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