Trans-Afrika: Blog

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2. Februar 2008

Rebellenangriff auf Präsidentenpalast im Tschad

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 14:10

Das französische Militär im Tschad sowie das deutsche Auswärtige Amt berichten von einer Rebellenarmee, die in die Hauptstadt, des Tschad, N’Djamena, eingetrungen ist. Frankreich und die USA bereiten ihre Staatsbürger im Tschad auf eine Ausreise vor.

“Seit Tagen marschieren sie in Richtung N’Djamena - heute sind die Rebellen nach Berichten des französischen Militärs in die tschadische Hauptstadt vorgedrungen. Ein Sprecher der französischen Armee erklärte, es sei in der Hauptstadt zu Zusammenstößen zwischen Rebellen und Regierungstruppen des Tschad gekommen. Etwa 1.000 bis 1.500 Aufständische hätten N’Djamena erreicht und zögen auf den Präsidentenpalast zu.

Zuvor hatte der Radiosender RFI berichtet, Augenzeugen hätten die Milizen im Osten und Süden der Stadt sowie am Parlamentssitz gesehen. Den Berichten zufolge waren Schüsse aus automatischen Waffen zu hören gewesen. Präsident Idriss Déby halte sich weiterhin in N’Djamena auf. “Die Rebellen sind am gewinnen”, schrieb eine ausländische Augenzeugin Berichten zufolge in einer einer E-Mail, die sie vom Gebäude einer westlichen Botschaft aus verschickte. Die Rebellen wollen nach eigener Aussage über eine Regierungsbeteiligung reden.”

Mehr im Spiegel

10. Januar 2008

Kenia Unruhen

Abgelegt unter: Kenia, Politik — Tags:, , , , , , , — Remo Nemitz @ 16:06

Laut dem Magazin Spiegel wurden für Kenia 90 Prozent aller Buchungen im Tourismussektor aufgrund der Unruhen in den letzten Tagen storniert:

Der gewalttätige Konflikt in Kenia hat dramatische Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Nur wenige Touristen reisen noch in das Land der Safaris und Traumstrände. Hotels müssen schließen, Tausende verlieren ihre Jobs.

“Der Tourismus ist tot”, sagte Tasneem Adamiji, Vorsitzende des Verbands kenianischer Reiseveranstalter zum britischen Sender BBC. “Die Küste ist abhängig von den Charterflügen mit Touristen”, in dieser Woche seien rund 85 Prozent der Sitze leer gewesen. Die blutigen Unruhen nach der umstrittenen Wahl am 27. Dezember sind für den Tourismus Kenias eine Katastrophe.

Lesen Sie mehr im Spiegel.

21. Dezember 2007

China repariert Kongo

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , , — Remo Nemitz @ 17:56

Am 17. September unterzeichneten China und die Demokratische Republik Kongo einen Vertrag zum Ausbau des Bergbaus und der Infrastruktur in der zentralafrikanischen DR Kongo.

Die Einzelheiten wurden lange Zeit geheimgehalten, der Vertrag liegt jetzt jedoch der taz vor:

Investitionen in Bergbau und Infrastruktur in Höhe des Bruttosozialprodukts des betroffenen Landes - wer so ein Geschäft macht, muss große Interessen verfolgen. Genau dies ist der Inhalt einer Vereinbarung zwischen China und der Demokratischen Republik Kongo, deren Einzelheiten jetzt bekannt werden. Es ist Chinas größtes Afrikageschäft und die kompletteste Auslieferung des Kongo an einen ausländischen Investitionspartner seit der Kolonialzeit. Seit Monaten rätselt alle Welt über den genauen Inhalt dieses Vertrages, der am 17. September in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa unterzeichnet wurde und seither geheim gehalten wird. Nun liegt der Vertrag der taz vor.

Das “Memorandum Of Understanding” wurde zwischen Kongos Infrastrukturminister Pierre Lumbi für die kongolesische Regierung und dem Chef der chinesischen Railway Engineering Corporation (CREC), Li Changjin, in Vertretung einer chinesischen Firmengruppe unterzeichnet. Es sieht unmittelbar vor, dass China drei Milliarden Dollar in Kongos Bergbau investiert und China dafür Kongos Infrastruktur wieder aufbaut. Die drei genannten chinesischen Firmen haben bereits im August 2007 Einzelverträge mit Kongos Regierung darüber unterzeichnet; der neue Vertrag präzisiert, dass “die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen dieses Abkommens über Minenkonzessionen gesichert wird, die dem Joint Venture von der Demokratischen Republik Kongo zur Verfügung gestellt werden”.

Lesen Sie mehr in der taz.

Zuma kommt: Südafrika vor dem Untergang?

Abgelegt unter: Politik, Südafrika — Tags:, , , , — Remo Nemitz @ 15:34

Nach der Wahl von Zuma zum Parteichef des ANC in Südafrika malen verschiedene Teilzeit-Schwarzmaler und Vollzeit-Meckerer in einigen Afrika- und Südafrikaforen ja den Teufel bzw. den Untergang von Südafrika an die Wand.

Mir drängt sich der Eindruck auf, dass es bei einigen Forenschreibern garnicht um Südafrika an sich geht, sondern um die Marginalisierung der ehemaligen weissen Herrscherschicht der Apartheid. Der Tenor ist immer, dass damals (also in der Apartheid, das muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen…) alles besser war: heutzutage steigt die Kriminalität, Krankheiten breiten sich aus, Weisse werden rausgeekelt.  Zuma wird von diesen Kandidaten jetzt als Aufhänger genutzt, eine Simbabwisierung der Verhältnisse in Südafrika herbeizuphantasieren.

Eine angenehm unaufgeregte Analyse bietet dagegen die Welt vom 20.12.:

Südafrika ist uns Europäern ähnlicher, als viele glauben. Sein Wandel ähnelt jenem, den wir in Ostmitteleuropa nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erlebten. Der Staatskommunismus brach zusammen, Marktwirtschaft und Demokratie bahnen sich seither ihren mühsamen Weg. Am Kap der Guten Hoffnung bedeutete dies die Ideologie der Apartheid, die den Zusammenbruch des Kalten Krieges nicht überlebte. Russland hatte seinen Gorbatschow, die Südafrikaner Nelson Mandela. Seither ist einige Zeit vergangen. Auf Gorbatschow folgte Jelzin, dann Putin. Mandela, zum Heiligen verklärt, überließ dem nüchternen Apparatschik Thabo Mbeki die Macht. Der verlor, besonders was seinen fahrlässigen Umgang mit der Geißel Aids als auch die moralische Dimension Simbabwes angeht, international stark an Ansehen. Im Innern warf man seinem wirtschaftsfreundlichen Flügel vor, die Interessen der Mehrheit der Schwarzen nicht genügend berücksichtigt zu haben. Wie eine historisch nachholende Wut hat sich nun Jacob Zuma nach vorne katapultiert. Natürlich ist hier viel linksromantisches wie auch rassistisches Ressentiment am Werk. Zuma klingt nach postkolonialem Rächer, wie man es aus anderen afrikanischen Ländern zur Genüge kennt.

Mehr in der Welt.

Namibia: Herero und Nama fordern deutsche Wiedergutmachung

Abgelegt unter: Allgemein, Namibia, Politik — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 13:00

In Namibia haben Repräsentanten der Herero-und Nama-Völker gemeinsame Forderungen zur Entschädigung für ein Massaker durch kaiserlich-deutsche Truppen anfangs des 20. Jahrhunderts präsentiert.Das Positionspapier sieht den Kauf von Land, den Bau von Schulen und Gesundheitszentren, Strassen, Kulturzentren, Bildungseinrichtungen und deren Folgefinanzierung vor.

Mit dem neuen Anlauf und den Nama als Verbündeten habe der Herero-Häuptling Kuaima Riruako den Reparationsforderungen «weiteren Schwung» gegeben, schrieb die in der Hauptstadt Windhuk erscheinende «Allgemeine Zeitung» am Donnerstag.

Der Schiessbefehl des Generals Lothar von Trotha gegen die Herero (1904) und die Nama (1905) stelle «im Sinne des internationalen Rechts ein Völkermordverbrechen» dar, «für das wir eine gerechte Wiedergutmachung fordern», zitiert die Zeitung aus dem Dokument.

Nachdem das namibische Parlament einem Reparationsantrag des Herero-Häuptlings Riruako im Oktober 2006 Rückendeckung gegeben hatte, fordert dieser jetzt Gespräche. «Der Ball ist nun in der deutschen Hälfte», sagte Riruako den Angaben zufolge. Das Dokument solle an die Bundesregierung und das deutsche Parlament weitergeleitet werden.

Mehr in der Basler Zeitung 

20. Dezember 2007

Die Queen in Uganda

Abgelegt unter: Allgemein, Politik — Tags:, , , , , — Remo Nemitz @ 12:03

Landkarte Uganda Ostafrika KarteVor einigen Tagen war Queen Victoria zu Gast in Uganda. Anlass war dasCommonwealth Head of Government Meeting in Kampala. Eine interessante Zusammenfassung der Umstände ihres Besuches und der politischen Situation in Uganda gibt Sophie Haarhaus in ihrem Tazblog aus Uganda.

6. Dezember 2007

Zuviel Korruption - Nigeria stoppt Geschäfte mit Siemens

Abgelegt unter: Allgemein, Politik — Tags:, , , , — Remo Nemitz @ 13:45

Ausgerechnet Nigeria: Die Regierung des afrikanischen Landes will an Siemens vorerst keine Aufträge mehr vergeben - wegen der andauernden Korruptionsvorwürfe. Siemens hatte eingeräumt, nigerianische Regierungsbeamte mit insgesamt zehn Millionen Euro bestochen zu haben.

Nigeria hat einen Ausrüstungsvertrag mit Siemens im Umfang von rund 700.000 Euro annulliert und dies mit den andauernden Korruptionsermittlungen gegen das deutsche Unternehmen begründet. Solange die Ermittlungen zum Vorwurf der Schmiergeldzahlung andauerten, werde Nigeria keine Geschäfte mehr mit Siemens machen, sagte der für Telekommunikation zuständige Minister John Odey nach einer Kabinettssitzung in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.

Transparency International zählt Nigeria zu den korruptesten Ländern der Welt.

Mehr auf Spiegel 

Malawi hungert nicht mehr

Abgelegt unter: Allgemein, Malawi, Politik — Tags:, , , , , , , — Remo Nemitz @ 13:10

Malawi bewegt sich seit Jahren am Rand des Hungers. Nach einem verheerenden Maisernte im Jahr 2005 benötigten fast fünf Millionen der 13 Millionen Menschen Nahrungsmittelsoforthilfe.

Aber in diesem Jahr verkauft Malawi mehr Mais an das World Food Program der Vereinten Nationen als jedes andere Land im südlichen Afrika und exportiert Hunderttausende von Tonnen Mais nach Simbabwe.

In Malawi selbst ist die Unterernährung bei Kindern stark zurückgegangen. Im Oktober hat der United Nations Children’s Fund Milchpulver, das in Malawi zur Behandlung schwer unterernährte Kinder gelagert wurde, nach Uganda geschickt. “Wir werden es nicht nutzen können!” sagte Juan Ortiz - Iruri, Unicef Stellvertreter Vertreter in Malawi, frohlockend.

Bauern erklären die außergewöhnliche Wende in Malawi - eine folgeschwere Wende für die Methoden zur Bekämpfung des Hungers in Afrika - mit einem Wort: Düngemittel.

In den letzten 20 Jahren haben die Weltbank und einige reiche Länder die Hilfe an Malawi davon abhängig gemacht, die Wirtschaft des Landes für den freien Markt zu öffnen. Subventionen für Dünger beispielsweise wurden gekürzt oder beseitigt, auch wenn die Vereinigten Staaten und Europa ausgiebig ihren Dünger subventionierten. Nach der Ernte 2005, der schlimmsten seit einem Jahrzehnt, beschloss Bingu Wasser Mutharika, Malawis neu gewählten Präsidenten allerdings, dem zu folgen, was der Westen praktiziert, und nicht, was er predigte.

Er führte die Subvention von Dünger trotz skeptischer Meinungen aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien wieder ein. Malawi’s Boden, wie fast überall in Afrika südlich der Sahara, ist stark ausgelaugt, und viele, wenn nicht die meisten, der Bauern sind zu arm, sich Dünger zu Marktpreisen zu leisten.

“Solange ich Präsident bin, ich will nicht in anderen Hauptstädten um Lebensmittel betteln”, erklärt Herr Mutharika. Patrick Kabambe, der leitende Beamte im Ministerium für Landwirtschaft, sagte, der Präsident meinte zu seinen Beratern: “Unsere Leute sind arm, weil sie nicht über die Mittel für die Nutzung des Bodens und des Wassers in Malawi verfügen.”

Malawis erfolgreicher Einsatz von Subventionen ist ein Beitrag zu einer umfassenderen Aufarbeitung der entscheidenden Rolle der Landwirtschaft bei der Linderung der Armut in Afrika und die zentrale Bedeutung der öffentlichen Investitionen in die Grundlagen einer bäuerlichen Wirtschaft: Düngemittel, verbessertes Saatgut, Bildung von Farmern, Kredite und landwirtschaftliche Forschung.

Malawi ist ein extremes Beispiel für das, was passiert, wenn diese Dinge fehlen. Durch die stark wachsende Bevölkerung mussten verarmte Bauern jeden Zentimeter Boden bepflanzen. Niemand konnte es sich leisten, Land brach liegen zu lassen, im Laufe der Zeit, gab das erschöpfte Land immer weniger Nahrung her und die Bauern gerieten tiefer in die Armut.

Malawis Regierungschefs haben lange Zeit Dünger-Subventionen favoritisiert, in den 1980er Jahren und 1990er Jahren, drängte die Weltbank Malawi diese Subventionen vollständig zu beseitigen.

In einer Bewertung des Weltbank-Einflusses auf afrikanische Landwirtschaft, stellte im Oktober ein weltbankinternes Aufsichtsgremium nicht nur fest, dass die Streichung von Subventionen in afrikanischen Ländern zu exorbitanten Düngerpreisen geführt hat, sondern dass die Bank nicht erkannt hat, dass die Verbesserung der Bodenqualität von entscheidender Bedeutung für die Nahrungsmittelproduktion ist.

“Die Geber übernahmen die Rolle der Regierung und die Katastrophen nahmen zu”, sagte Jeffrey Sachs, ein Ökonom der Columbia University, der Großbritannien und die Weltbank von dem Malawi Dünger-Programm überzeugen will. Er verficht die Idee, dass reiche Länder in Dünger und Saatgut für Landwirte in Afrika investieren sollten.

In Malawi, Subventionen für Dünger und Saatgut, unterstützt von Regen, half den Landwirten 2006 und 2007 Rekordmaisernten einzufahren. Die Maisproduktion stieg 2006 auf 2,7 Millionen Tonnen und 2007 auf 3,4 Millionen Tonnen von 1,2 Millionen Tonnen im Jahr 2005.

“Der Rest der Welt lebt von der Verwendung von gutem Saatgut und anorganischen Dünger”, sagt Stephen Carr, der seit 1989 in Malawi lebt, als er in den Ruhestand von seinem Posten in der Weltbank zurücktrat. “Diese Technologie wurde in einem Großteil Afrikas nicht verwendet. Die einzige Art und Weise, Landwirten Zugang zu Dünger zu geben, ist, es kostenlos oder stark subventioniert abzugeben. … Die Regierung hat den Stier bei den Hörnern gepackt und getan, was die Landwirte wollten”, sagte er. Einige Ökonomen haben die Frage gestellt, ob Malawi’s 2007 Rekordernte dem Regen oder den Subventionen gutgeschrieben werden sollte, aber eine unabhängige Bewertung von den Vereinigten Staaten und Großbritannien stellte fest, dass auf das Subvention-Programm ein großer Teil der Erhöhung der Maisernte entfiel.

Die Ernte half auch den Armen durch geringere Nahrungsmittelpreise und Lohnerhöhungen für landwirtschaftliche Arbeitnehmer. Forscher am Imperial College London und der Michigan State University, hielten in ihrem ersten Bericht fest, dass eine gut eingesetzte Subvention in einer vernünftig verwalteten Wirtschaft “das Potenzial hat, ein Wachstum aus der Armutsfalle, in der sich viele Malawier und die malawische Wirtschaft derzeit befinden, zu generieren. ”

In der Ortschaft Mthungu, Enelesi Chakhaza, eine ältere Witwe, deren Ehemann an Hunger vor fünf Jahren starb, gab an, dass sie dieses Jahr über zwei Ochsenkarren Mais anstelle eines halben auf ihrem kleinen Grundstück ernten konnte.

Letztes Jahr erhielten etwa die Hälfte der malawischen Bauernfamilien Gutscheine, die sie berechtigten zwei 110 Pfund Säcke mit Dünger für etwa 15 US-Dollar zu kaufen (genug für ein Hektar Land) . Die entspricht etwa einem Drittel des Marktpreises. Die Regierung gab ihnen auch Gutscheine für Saatgut, mit dem etwas weniger als ein halber Hektar bepflanzt werden konnte..

Malawier erinnern sich immer noch an die Hungersaison 2001-02. In dieser Saison, wurde ein bereits reduziertes Programm, in dem armen Bauern mit genug Dünger und Samen zum Pflanzen geholfen wurde, weiter reduziert. Regionale Überschwemmungen senkten die Ernte weiter, die Maispreise stiegen sprunghaft.

Frau Chakhaza hat ihren Ehemann dieser Saison zu Tode hungern sehen. Zuletzt versuchte sie, ihn mit Kürbisblättern am Leben zu erhalten. Er war einer von vielen, die in diesem Jahr starben, sagte KB Kakunga, der lokale Landwirtschaftministerium-Offizielle. Er erinnert sich daran, dass Mütter und Kinder an seiner Tür um Nahrung bettelten.

“Ich hatte ein bisschen etwas, aber ich konnte es nicht leisten, Jeder und Jedem zu helfen”, sagte er. “Es war sehr traurig, sehr traurig der Tat.” Aber die Stimmung von Herrn Kakunga hellt sich auf, als er über die Auswirkungen der Subventionen spricht. Die Maisproduktion in seinem Zuständigkeitsbereich hat sich seit 2005 mehr als vedoppelt. “Es ist ganz wunderbar!” rief er.

Malawis Entschlossenheit mit stark subventionierten Dünger und der Erfolg in der Produktionssteigerung beginnen die Einstellung der Geber zu ändern, sagen Ökonomen. Die Abteilung für Internationale Entwicklung in Großbritannien trug im letzten Jahr $ 8 Millionen zum Subventionsprogramm bei. Bernabé Sánchez, ein Ökonom, schätzt, dass die $ 74 Millionen Subventionen eine Mais-Mehrproduktion von $ 120 Millionen bis $ 140 Millionen hervorbrachten.
“Es war eine wirklich gute wirtschaftliche Investitionen”, sagte er.

Die Vereinigten Staaten, die seit 2002 amerikanische Lebensmittel im Wert von $ 147 Mio als Nothilfe nach Malawi aber nur 53 Millionen Dollar um Malawi zu helfen, eigene Nahrung anzubauen, bietet keine finanzielle Unterstützung für die Dünger-Subventionen. Im Laufe der Jahre hat sich die United States Agency for International Development auf die Förderung des privaten Sektors konzentriert und sah Subventionen als nichtförderlich an.

Aber Alan Eastham, der amerikanische Botschafter in Malawi, sagte kürzlich in einem Interview, dass das Subventions-Programm “ziemlich gut” funktioniert hat, obwohl der kommerzielle Düngerumsatz zurückgegangen ist.

“Die einfache Tatsache ist, dass Malawi im letzten Jahr Glück hatte”, sagte er. “Sie hatten Dünger, während es nötig war. Das Glück war, dass der Regen kam. ”

Die Weltbank unterstützt jetzt manchmal die vorübergehende Verwendung von Subventionen, die auf die Armen konzentriert ist und in einer Weise durchgeführt wird, dass die Privatwirtschaft gefördert wird.

Hier in Malawi, Weltbankbeamten sagen, dass sie in der Regel die Politik in Malawi unterstützen, wenn sie auch kritisieren, dass die Regierung keine Strategie zur Beendigung der Subventionen hat. Sie fragen sich ob die Zahlen zur Maisproduktion imm Jahr 2007 nicht aufgebläht sind und meinen, dass noch viel Raum für Verbesserungen, wie die Subvention durchgeführt werden, sind.

Obwohl die Geber geteilter Meinung sind, für Malawis Landwirte sind die Subventionen ein Segen. Und die Regierung will den Menschen in diesem Jahr direkten Einfluss auf die Verteilung von Subventionen geben.

Quelle: New York Times

5. Dezember 2007

Südafrika will mit der WM 2010 Boom für ganz Afrika auslösen

Abgelegt unter: Allgemein, Politik, Südafrika — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 22:02

Tradition und Kultur, Musik und Fußball: Südafrika will die Weltmeisterschaft 2010 als Werbekampagne für den gesamten Kontinent nutzen und mit den bereits in den vergangenen Jahren immer größer werdenden Einnahmen aus dem Tourismus-Sektor die Arbeitslosgkeit, Armut und Kriminalität am Kap der Guten Hoffnung erfolgreich bekämpfen.

“Wir tragen als WM-Gastgeber die Verantwortung für den ganzen Kontinent. Wie Deutschland bei der WM 2006 erwartet Afrika, und vor allem Südafrika, einen Wachstum der Wirtschaft, der Investitionen und des Tourismus. Das wird dazu führen, dass mehr Menschen in Afrika Arbeit finden”, erklärte Moeketsi Mosola, Geschäftsführer von South African Tourism. Mit den an die WM gekoppelten Einnahmen soll in den kommenden Jahren vor allem die Kluft zwischen Arm und Reich in Südafrika, das aufgrund des Zusammenlebens aller ethnischen Bevölkerungsgruppen auch Regenbogennation genannt wird, enorm verringert werden.

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Blogger Kareem Amer aus Ägypten erhält Menschenrechtspreis

Abgelegt unter: Allgemein, Politik, Ägypten — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 21:23

Der Blogger Kareem Amer aus Ägypten hat am 05.12.2007 den Menschenrechtspreis in der Kategorie “Internetdissident” erhalten. Der Menschenrechtspreis wird jährlich von “Reporter ohne Grenzen” und der französischen Stiftung “Fondation de France” verliehen. Kareem Amerm dessen bürgerlicher Name Abdel Kareem Nabil Suleiman ist, wurde im Februar 2007 aufgrund öffentlicher Kritik am ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak sowie an der streng islamischen Führung in den Universitäten zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. In seinem Weblog beschrieb Kareem Amer, wie Mubarak Druck auf religiöse Persönlichkeiten ausübte. Sein Blog ist noch online, naturgemäß allerdings in arabischer Sprache.

Quelle: heise.de

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