Das Reisemagazin GEO Special widmet sich Namibia und Botswana
Hamburg, 30. September 2008 – „I’m Hearing only Bad News from Radio Africa“, sang die Popband Latin Quarter Mitte der 1980er Jahre, als Meldungen über Kriege und Hungers-nöte auf dem Schwarzen Kontinent die Medien überschwemmten. Leider deprimieren schlechte Nachrichten von dort noch immer. Doch der Kontinent ist nicht selten Trauma und Traum zugleich. Und wenn es um Träume geht, so hört man meist von Ländern wie Namibia und Botswana. Den glück-lichen Ausnahmen, dem anderen Afrika. Dieses steht im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe von GEO Special.
Mit spannenden Reportagen und opulenten Bildstrecken entführt das Entdeckermagazin von GEO nach Namibia. Doppelt so groß wie die Bundesrepublik, aber von weniger Menschen bewohnt als Berlin, ist das Land das vielleicht einladendste Entree für Afrika-Neulinge überhaupt. Und auch das weniger entdeckte, an Diamanten und Naturjuwelen überreiche Botswana haben GEO-Special-Reporter bereist.
Um etwa die schwierige Neuverteilung von Land zu beschreiben, besuchten sie einen schwarzen Farmer am Rande der Kalahari. Dessen Lebenstraum von einer eigenen Farm ist wahr geworden, auch wenn sein Alltag ein mühevoller Kampf gegen Dürre und Vorurteile blieb. In Botswanas Hauptstadt Gaborone machten sich Reporter auf die Suche nach der bekanntesten Detektivin des Landes – Mma Ramotswe. Mehrere 100 000 Exemplare mit den Fällen der fiktiven Krimi-Heldin sind allein in Deutschland bereits verkauft worden. Grund genug für GEO Special, vor Ort nachzusehen, wie viel Wahrheit in den Büchern des Schriftstellers Alexander McCall Smith steckt. Und auch in Landschaften wie aus der Schöpfungsgeschichte führt das Heft: in Nationalparks wie Etosha, Makgadikgadi Pans und Namib Naukluft. Auch ins Okawango-Delta, das bis 2010 zum Herzstück des größten Schutzgebietes der Welt werden soll, oder in den namibischen Süden, den ein Autorengespann im Dachzeltjeep unter der Titelzeile „So weit! So gut!“ erkundete. Eine Reportage über Alltäglichkeiten und überraschende Begegnungen in der Einsamkeit. Genauso wie die Geschichte „Schlürfen, saufen, schlucken: Ein Tag am Wasserloch“, deren Hauptdarsteller Nashörner, Giraffen, Elefanten und Antilopen sind.
Besonderen Wert hat die Redaktion darauf gelegt, dass die neue Ausgabe auch neue Anregungen für die Reise gibt. Im Heft finden sich ausgewählte Empfehlungen zu Routen, Restaurants und „Ruhetage in Afrika“: Lodges von günstig bis exklusiv.
Das neue GEO Special über Namibia und Botswana kostet acht Euro und erscheint am 1. Oktober 2008.
In Namibia haben Repräsentanten der Herero-und Nama-Völker gemeinsame Forderungen zur Entschädigung für ein Massaker durch kaiserlich-deutsche Truppen anfangs des 20. Jahrhunderts präsentiert.Das Positionspapier sieht den Kauf von Land, den Bau von Schulen und Gesundheitszentren, Strassen, Kulturzentren, Bildungseinrichtungen und deren Folgefinanzierung vor.
Mit dem neuen Anlauf und den Nama als Verbündeten habe der Herero-Häuptling Kuaima Riruako den Reparationsforderungen «weiteren Schwung» gegeben, schrieb die in der Hauptstadt Windhuk erscheinende «Allgemeine Zeitung» am Donnerstag.
Der Schiessbefehl des Generals Lothar von Trotha gegen die Herero (1904) und die Nama (1905) stelle «im Sinne des internationalen Rechts ein Völkermordverbrechen» dar, «für das wir eine gerechte Wiedergutmachung fordern», zitiert die Zeitung aus dem Dokument.
Nachdem das namibische Parlament einem Reparationsantrag des Herero-Häuptlings Riruako im Oktober 2006 Rückendeckung gegeben hatte, fordert dieser jetzt Gespräche. «Der Ball ist nun in der deutschen Hälfte», sagte Riruako den Angaben zufolge. Das Dokument solle an die Bundesregierung und das deutsche Parlament weitergeleitet werden.
Mehr in der Basler Zeitung
Als Potsdamer möchte ich gerademal auf eine Ausstellung in der Region aufmerksam machen:
Deutsches Kapitel in Afrika Ausstellung / Kulturzentrum Rathenow beleuchtet Beziehung zu Namibia in einer sehenswerten Schau
Am 18. Januar beginnt in Rathenow, Brandenburg eine Länderschau über Namibia, die erstmals in der Region Berlin-Brandenburg zu sehen ist.
„Namibia und Deutschland – Aktuelle Aspekte einer besonderen Beziehung“, ist die Schau überschrieben. Deutschlands Beziehungen zu Namibia sind ja nicht wirklich einfach. Anfang des vergangenen Jahrhunderts hieß das Land noch „Südwestafrika“ und war eine Kolonie des deutschen Kaiserreiches, der Herero-Aufstand wurde niedergeschlagen und nach dem Ersten Weltkrieg war das Kapitel Afrika für Deutschland schon wieder beendet.
Die Kolonial-„Epoche“ spiegelt sich heute noch im Namibia – viele Städte sehen „deutsch“ aus, die deutsche Sprache hat einen besonderen Status. Auch während der langen südafrikanischen Herrschaft bis zur Unabhängigkeit des Staates im Jahr 1990 hatte Namibia einen besonderen Stellenwert in der deutschen Öffentlichkeit.
Die Wanderausstellung der Deutsch-Namibischen Gesellschaft reflektiert die besonderen Verbindungen zwischen Namibia und Deutschland, die seit über einem Jahrhundert bestehen. Es werden Menschen, Landschaften und Kulturen des Landes gezeigt. Die Besucher der Schau, die erfolgreich in vielen Städten gezeigt wurde, haben Gelegenheit sich über die namibische Sicht zu unterschiedlichsten Themen zu informieren.
Ausstellungseröffnung ist am 17. Januar 2008 um 18:00 Uhr und wird im Kulturzentrum Rathenow, Märkischer Platz 3 in 14712 Rathenow gezeigt.
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung
In eigener Sache: TransAfrika stellt Afrika Reiseforum online
Nachdem ich in der letzten Zeit zahlreiche positive Rückmeldungen zu meiner Seite TransAfrika bekam, habe ich mich entschlossen, für Afrika-Interessierte ein Reiseforum zur Verfügung zu stellen.
Im Afrika Forum ist es seit heute möglich, Informationen auszutauschen, Fragen zum Reisen in Afrika zu stellen und zu beantworten. Wie sich dieses Forum entwickeln wird, steht natürlich noch in den Sternen, aber wer weiß, vielleicht wird TransAfrika ja eines Tages zu einem Anlaufpunkt für alle, die eine Reise nach Afrika planen - ich würde mich natürlich darüber freuen, wenn sich eine rege Community entwickeln würde.
Viele Grüße
Remo
Am 12. Oktober eröffneten die Präsidenten von Namibia, Südafrika und Botswana den Grenzübergang Mata Mata im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark. Bisher war es nicht möglich, direkt vom Nationalpark nach Namibia und umgekehrt zu reisen, es musste ein Umweg über den weiter südlich gelegenen Übergang Rietfontein / Klein Menasse genommen werden.
Ausserdem wird am 16. Oktober eine neue Fähre über den Oranje zwischen Namibia und Südafrika in Betrieb genommen. Am neuen Grenzübergang Sendelingsdrift verbindet diese Fähre Ai-Ais in Namibia mit dem Richtersveld-Nationalpark in Südafrika.
Quelle: Allgemeine Zeitung