Am Sonntag entschieden sich 95,2 % der Bevölkerung von Mayotte für einen Zugehörigkeit zu Frankreich. Bestimmend für die Entscheidung war zum grössten Teil die Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebensbedingungen auf der Insel. Der Ausgang des Referendums wurde vom Präsidenten Frankreichs, Nicolas Sarkozy als “historischer Moment für Mayotte” kommentiert.
Für den Volksentscheid waren ca. 72.000 Menschen wahlberechtigt, von denen jedoch weniger als erwartet teilnahmen (etwa 61 %). Nur ein geringer Teil der Bevölkerung stimmte gegen die Änderung des Status von Mayotte, nachdem die Insel nun 101 Département und fünften Übersee-Deépartement von Frankreich wird.
Die klare Entscheidung für Frankreich wurde weitgehend erwartet: mit dem Status als französisches Département gibt es für die Bewohner von Mayotte Anspruch auf höhere Sozialleistungen durch Frankreich, die Insel gehört mit Inkrafttreten des neuen Status im Jahr 2011 auch zur Europäischen Union (EU).
Zwar ist das grösstenteils muslimische Mayotte schon seit 1841 französisch, seit 1974 gibt es Diskussionen um den Status Übersee-Département. In diesem Jahr entschied sich die Bevölkerung der ehemaligen Kolonie für Frankreich, während die benachbarten Komoren Ansprüche auf Mayotte erhoben. Bis heute wird frankreich von den Komoren beschuldigt, Mayotte widerrechtlich besetzt zu halten. Die Afrikanische Union (AU) lehnte die Volksabstimmung ebenfalls ab.
Zu den grössten Gegenern gegen den Status als französisches Département gehören muslimische Geistliche, die befürchten, dass ihr Einfluss in einer Verwestlichung verlorengeht.
Gilf Kebir (auch Gilf el Kebir oder Jilf al Kabir genannt) ist ein Plateau im abgelegenen Südwesten von Ägypten. Der Name kann als “Grosse Barriere” übersetzt werden. Das Kalk-und Sandstein-Plateau ist 7770 km² gross und erhebt sich etwa 300 m über die umliegende Wüste. Es ist bekannt für seine wilde Schönheit, Abgeschiedenheit, interessante Geologie und Felszeichnungen, die vor allem das ehemals reichlich vorhandene tierische Lebens darstellen, aber auch menschliche Abbildungen zeigen.
Kebira Krater
Im Gilf Kebir befindet sich der 950 m grosse Kebira Krater. Er ist etwa 50 Millionen Jahre alt und enstand durch einen Meteoritenenschlag.
Uweinat
Die Uweinat-Bergkette ganz im Süden des Plateaus verläuft zwischen Ägypten, Libyen und Sudan.
Fossile Flusstäler
Das Gebiet wird von Wadis (trockenen Flussbetten) durchlaufen. Dazu gehören: Wadi Akhdar, Wadi Bakht, Wadi Dayiq, Wadi Firaq, Wadi Gazayir, Wadi Maftuh, Wadi Mashi und das Wadi Wassa.
Ein Teil der Aufnahmen für “Der englische Patient” wurden im Gilf Kebir gedreht.
Der Gilf Kebir ist besonders bekannt für seine prähistorischen Petroglyphen (Steinritzungen). Die wichtigsten Standorte sind:
Karkur Talh und Karkur Murr: einige östliche Täler der Uweinatberge enthalten eine der höchsten Konzentrationen von Felsmalereien in der ganzen Sahara.
Western Uweinat: unter riesigen Granitfelsen im westlichen Uweinat gibt es zahlreiche Felszeichnungen, besonders berühmt sind die Zeichnungen von Ain Doua.
Jebel Arkenu, Jebel Kissu und Yerguehda Hill: in den kleineren Granitmassiven um Uweinat gibt es viele kleinere Standorte mit Felszeichnungen.
Im Mogharet el Kantara im südlichen Gilf Kebir gibt es nur einen Standort mit Felskunst (in einer Höhle, die 1936 entdeckt wurde).
Im Wadi Sora im nordwestlichen Gilf Kebir befindet sich die “Höhle des Schwimmers”, die vom ungarischen Graf László Almásy (Der englische Patient) entdeckt wurde. In der Nähe gibt es viele weitere Felsbilder.
In der Nord-West-Hälfte des Gilf Kebir wurden abgesehen von Wadi Sora nur ein paar vereinzelte (sehr alte) Felsbilder entdeckt.
Im Januar 2003 wurde im westlichen Gilf Kebir ein wichtiger neuer Standort mit Felszeichnungen entdeckt (Foggini-Mestekawi-Höhle).
Der Schweizer Reiseveranstalter Aquaterra organisiert empfehlenswerte Reisen in den Gilf Kebir.
Das Savuti Marsh Gebiet ist10.878 km² groß und stellt den westlichen Teil des Chobe Nationalparks in Botswana dar (50 km nördlich vom Mababe-Tor). Der Savuti Marsh ist das Relikt eines großen Binnensees, dessen Wasserversorgung schon vor langer Zeit durch tektonische Bewegungen abgeschnitten wurde. Das Moor wird vom unregelmässig fliessenden Savuti Channel bewässert, der austrocknet, wenn es reichlich Niederschläge gibt und zu anderen Zeiten reichlich Wasser führen kann. Der Kanal kann auch für längere Zeit gänzlich aufhören, zu fliessen. Es wird vermutet, dass diese Anomalien eine Folge der tektonischen Aktivität in der Region ist. Durch den veränderlichen Wasserstand kann man entlang des Savuti Channel Hunderte von toten Bäumen sehen.
Die Region ist durch Savanne geprägt. In der trockenen Jahreszeit können Touristen u.a. Warzenschweine, Kudus, Impalas, Zebras, Gnus und vor allem Elefanten sehen. In der Regenzeit ist die Vogelwelt der Regin besonders reichhaltig. Zu den Raubtieren, die hier leben, gehören Löwen, Hyänen und seltener auch Geparde.
Die Savuti-Region ist bekannt für die jährliche Wanderung von Zebras und Raubtieren, die ihnen folgen.
Golf von Aden: Piratenüberfall auf Schiff deutscher Reederei
Nachdem vor zwei Tagen ein Piratenangriff auf ein Schiff der Hamburger Reederei Gebrüder Winter abgewehrt wurde, prüft Deutschland ein mögliches Verfahren gegen die neun festgehaltenen Seeräuber. Die zuständigen Ministerien in Berlin liessen verlauten dass unter anderem auch der Frage nachgegangen wird, ob die mutmaßlichen Piraten für die Strafverfolgung an einen Drittstaat übergeben werden können. Die für Straftaten auf See zuständiger Hamburger Staatsanwaltschaft hatte bereits mittwochs wegen versuchten Angriffs auf den Seeverkehr ein Ermittlungsverfahren begonnen.
Die im Rahmen der Mission “Atalanta” operierende Deutsche Marine hatte am Dienstag neun Seeräuber festgenommen, nachdem diese versuchten, den unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrenden Frachter im Golf von Aden zu kapern. Deutsche Soldaten enterten das Piratenboot und brachten sie auf die Fregatte Rheinland-Pfalz.
Die Bundeswehr geht jedoch nicht davon aus, dass die Bundesrepublik ein Interesse an einer deutschen Strafverfolgung der mutmasslichen Piraten hat. Wahrscheinlich kommt es zu einer Überstellung der Piraten in ein Drittland.
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