Trans-Afrika: Blog

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31. Oktober 2007

Wandern mit Massai

Abgelegt unter: Völker — Tags:, , , , , — Remo Nemitz @ 17:43

Auf spiegel.de werden heute verschiedene Tourismusprojekte der Massai vorgestellt.  Mit diesen Projekten soll versucht werden, etwas von der Konzentration der Touristen auf Serengeti, Kilimandscharo und Sansibar auf das Volk in Ostafrika zu lenken.

Vor allem im Norden von Tansania nehmen einheimische Führer ausländische Besucher mit in ihr Dorf und lassen sie am Alltag teilhaben. Aus eigener Erfahrung kann ich so einen Besuch bei Familien der Massai nur empfehlen.

Hilfsorganisation entführt Kinder im Tschad

Abgelegt unter: Allgemein, Politik — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 12:07

Ich war ein paar Tage nicht online, daher erst jetzt kurz ein paar Gedanken zur “Rettung” von 103 Kindern aus Dafur.

Alle beteiligten Seiten triefen ja geradezu vor Heuchelei:

Heuchelei 1: Da ist die “Hilfsorganisation” L’Arche de Zoé (während der Tsunami-Katastrophe in Südostasien gegründet, später wurde die Tätigkeit nach Afrika verlagert), die angeblich Waisen aus Dafur (Sudan) rettet und in das sichere Frankreich bringt, dabei aber laut ihrem Anwalt etwas anarchisch vorgeht. Dadurch scheinen die Waisen keine Waisen und versehentlicherweise nicht aus dem Bürgerkriegsgebiet im Sudan sondern aus dem Tschad zu stammen. Die Hilfsorganistaton versuchte, per Krankenflug, die Kinder ausser Landes zu schaffen, nur wiesen sie keine Verletzungen auf.

Die Kinder sollten für 2.800 bis 6.000 Euro von französischen Familien gekauft aufgenommen werden.Das gute alte Kolonialverhalten: wir wissen, was gut für die Schwarzen ist und wenn sie es nicht verstehen, dann muss das eben hinter ihrem Rücken durchgezogen werden.

Sehr interessant sind die enormen Geldströme im globalen Hilfsbusiness (ein verbreiteter Glaube ist ja, dass der Zweck von Hilfsorganisationen”Hilfe” ist, bis auf wenige Ausnahmen ist es allerdings “Geld verdienen”, wenn etwas Zeit dafür ist, werde ich darüber ausführlich schreiben).

Die französische Regierung geht immerhin auf Distanz.

Heuchelei 2: Der Präsident des Tschad, Idriss Déby, fährt dann auch gleich ganz große Geschütze auf und spricht von Organhandel und Verkauf an Pädophile. Ausserdem besucht er die Kinder und sorgt sich um ihr Wohlergehen. Lächerlicher geht es kaum, in der Vergangenheit hat sich Debý keinen Deut in irgendeiner Form um die Bürger des Tschad gesorgt, hier winkt natürlich große Publicity und wohl auch ein weißes, europäisches Pfand in seiner Hand, Libyen hatte bulgarische Krankenschwestern (Gaddafi schaltet sich auch in diesem Fall wieder ein).

Heuchelei 3: Dann sind da noch die Medien: Afrika ist kein Thema in den Nachrichten, aber hier kommt man nicht vorbei: weiße Abenteurer im dunklen Herzen Afrikas (ob gut oder böse ist erstmal egal), schwarze Diktatoren (immer böse), der sterbende afrikanische Kontinent (Dafur, sehr gruselig), große Kinderaugen, die in die Kamera blicken (immer süß) = Quotengarant…

25. Oktober 2007

Marokkaner diskutieren über westliche Fotografie

Abgelegt unter: Allgemein, Marokko — Tags:, , — Remo Nemitz @ 17:18

Ghashbouba ist ein ganz interessanter Blog aus Marokko, als Fotograf hat mich natürlich der Artikel über die marokkanische Sicht auf das Coverphoto von “African Visions - The Diary of an African Photographer” von Mirella Ricciardi interessiert. Fällt nicht sehr positiv aus…

Blogger in Ägypten

Abgelegt unter: Allgemein, Politik, Ägypten — Tags:, , , , , , , — Remo Nemitz @ 15:56

Einen sehr interessanten Einblick in die Bloggerszene von Ägypten kann man heute auf Jungle World finden.

Viele sehen die Blogszene als einzige demokratische Opposition im autokratischen Ägypten. Eine Opposition, die durchaus von Mubaraks Regierung wahrgenommen wird: Im Februar 2007 wurde der ägyptische Blogger Abdel Karim Suleimans zu 4 Jahren Haft verurteilt.

Doris Akrap interviewt Sandmonkey, einen weiteren, in Ägypten kontroversen, Blogger.

24. Oktober 2007

Keine Todesstrafe für Übertritt zum Christentum in Ägypten

Abgelegt unter: Politik, Ägypten — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 16:30

Der ägyptische Religionsminister Mahmoud Zakzouk wies laut der “Neuen Osnabrücker Zeitung” Meldungen zurück, nachdem er die Todes-Strafe für Moslems, die zum Christentum übergetreten sind, befürworte.

“Ich bin überhaupt nicht für die Todesstrafe wegen des Abfalls vom Islam”. Der Koran gibt keine Hinweise, die die Todesstrafe für einen Ãœbertritt zum Christentum rechtfertigen könnten. Laut Zakzouk können in Ägypten Christen genau wie Moslems ihre Religion ungestört ausüben. Quelle: Radio Vatikan

In Ägypten sind gegenwärtig ca. 10 % der Bevölkerung christlich, die Mehrheit von ihnen sind koptische Christen. In der Realität stellt sich die Lage der Christen in Ägypten laut des koptisch-orthodoxen Bischofes für Deutschland wesentlich schwieriger dar (Interview vom 23. 01.07), u.a. werden Kopten oft Opfer von Schutzgelderpressungen durch radikale Moslems.

23. Oktober 2007

Heute vor 65 Jahren: Schlacht bei El Alamein

Montgomery Mit der Schlacht bei El Alamein am 23. 10.1942 nahm die Vertreibung der deutschen und italienischen Truppen aus Nordafrika ihren Anfang.

Am 23. Oktober 1942 begann bei El Alamein die Großoffensive der britischen achten Armee gegen die in Ägypten eingedrungenen deutsch-italienischen Truppen. Diese Schlacht entwickelte sich zur Entscheidungsschlacht um Nordafrika.

El Alamein (etwa 80 Kilometer im Westen von Alexandria) war der östlichste Punkt, den die faschistischen Streitkräfte unter Generalfeldmarschall Erwin Rommel in Ägypten erreichten. Ägypten stand unter britischen Einfluss und geriet 1940 in das Blickfeld der deutschen Führung. Hier kam es zu dem entscheidenden Aufeinandertreffen der Kriegsgegner.

Die wichtigste Maßnahme der Briten war die Beorderung von Generalleutnant Bernard Law Montgomery als Oberbefehlshaber der achten Armee. Die britische Führung setzte dem Taktiker und Haudegen Rommel einen strategischen Kopf entgegen. Rommel berichtet in einem Brief nach Berlin, dass die Briten sich intensiv auf die Offensive vorbereiten, Zehntausende Soldaten werden viele Wochen “besonders geschult”. Die Vorbereitung der Briten in Ägypten, beinflusste sogar die sowjetische Verteidigung Stalingrads. Ein Großteil des in Basra entladenen alliierten Kriegsgeräts sollte an die Rote Armee gehen, wurde aber nach Ägypten umgeleitet.

Die Briten waren den deutsch-italienischen Truppen numerisch überlegen. Rommel konnte über 80.000 Soldaten sowie 550 Panzer verfügen, Montgomery dagegen über 230.000 Soldaten und 1.350 Panzer. Die 345 Flugzeuge der Achsenmächte trafen auf 1.200 britische Flugzeuge. Die deutsch-italienischen Stäbe wurden von der britischen Offensive komplett überrascht. Rommel zum Beispiel erholte sich in Deutschland. Am 2.11.1942 durchbrachen die britischen Truppen die stark befestigten faschistischen Stellungen, in wenigen Wochen mussten sich die Faschisten bis an die 3.000 Kilometer entfernte Grenze zu Tunesien zurückziehen.

Der Erfolg der Briten bei El Alamein war der erste große britische Sieg zu Lande im Zweiten Weltkrieg.

Quelle: Junge Welt

22. Oktober 2007

Südafrika ist Weltmeister

Abgelegt unter: Allgemein, Südafrika — Tags:, , , , , , , , — Remo Nemitz @ 09:47

Bei der Rugby-WM in Frankreich holte Südafrika mit einem 15:6 gegen England den Weltmeister-Titel. Dies ist für die “Springböcke” nach 1995 bei der WM in Südafrika bereits das zweite Mal.

Das Finale wurde vor 80.000 Besuchern (unter ihnen die Prinzen William und Harry sowie der südafrikanische Präsident Mbeki) im Pariser Stade de France ausgetragen, Hoffnungen auf ein großes Spiel wurden leider enttäuscht. Die Defensivabteilungen waren die bestimmenden Mannschaftsteile im Finale, erfolgreiche Versuche gab es im ganzen Spiel keine. Alle Punkte wurden durch Straftritte erzielt.

In Südafrika wird dieser Triumph natürlich als gutes Omen für die Fußball-WM 2010 in Südafrika gesehen.

21. Oktober 2007

Unruhen in Kongo-Kinshasa

Abgelegt unter: Allgemein, Politik, Völker — Tags:, , , , , , — Remo Nemitz @ 15:56

Am Samstagmorgen kam es in Nordost-Kongo an der Grenze zwischen Uganda und Kongo-Kinshasa erneut zu Kämpfen zwischen Hutu-Rebellen und Tutsi (Mai Mai-Milizen) unter der Führung von General Nkunda. Tausende Menschen flohen in Panik.
Nkunda hat seit ca. zwei Monaten die kongolesische Provinz Nord-Kivu unter Kontrolle. Er ist einer der Kommandeure im Osten Kongos, die sich weigern, Befehle aus Kinshasa anzunehmen und wird verdächtigt, mit Ruanda zusammenzuarbeiten. Er wird von der UN als gefährlicher Terrorist eingestuft und mit Internationalem Haftbefehl gesucht. Laut eigener Aussage will Nkunda Angehörige der Tutsi vor den Hutu (die nach dem Bürgerkrieg in Ruanda in den Kongo geflohen sind) schützen. Er beschuldigt die kongolesische Armee, zusammen mit den Hutu Anschläge auf ihn verübt zu haben. In den letzten Monaten flammten immer wieder Kämpfe zwischen Hutu und Tutsi auf.

Quelle: u.a. heute.de

17. Oktober 2007

Bob Denard - berüchtigster Söldner Frankreichs gestorben

Abgelegt unter: Politik — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 19:34

Bob Denard, der berüchtigte Leiter von zahlreichen Militärinterventionen und Umstürzen in Afrika, ist gestorben. Er wurde über lange Zeit als bewaffneter Arm der französischen Geheimdienste eingesetzt.

Denard war Soldat im französischen Krieg gegen Indochina und Algerien und Kolonialpolizist in Marokko. In den 60er Jahren machte sich Denard als Söldner selbständig. Sein Haupteinsatzgebiet waren die Schauplätze des Kalten Krieges. Er war an zahlreichen Putschversuchen und Bürgerkriegen vor allem in Afrika beteiligt (u.a. Biafra, Gabun, Angola, Zaire, Simbabwe, Benin). Für den französischen Geheimdienst waren die Einsätze von Denard eine gute Möglichkeit, ohne völkerrechtliche Verwicklungen auf ehemalige Kolonien einzuwirken.

Auf den Komoren war Denard an vier von 19 Putschversuchen beteiligt. 1975 entmachtete er in einem Putsch den Präsidenten Ahmed Abdallah und brachte ihn 1978 durch einen weiteren Putsch mit ganzen 50 Söldnern wieder an die Macht. 30 der beteiligten Söldner bildeten mit Denard die Präsidentengarde des Präsidenten Ahmed Abdallah. Denard nahm die komorische Staatsbürgerschaft an, kontrollierte die Wirtschaft der Komoren und wurde als inoffizieller König der Komoren angesehen. 90 Prozent der Staatseinnahmen gingen an Denard und seine Leute.

1991 verlor Denard die Unterstützung des französischen Geheimdienstes, 1993 wurde er wegen seiner Beteiligung am Putsch des Jahres 1977 zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

1995 unternahm er noch einen weiteren Putschversuch auf den Komoren, scheiterte jedoch, wurde erneut festgenommen und 2007 zu 4 Jahren Haft (drei davon auf Bewährung) verurteilt.

Am 13. Oktober 2007 starb Denard in Südfrankreich an Alzheimer.

Quelle: wikipedia

16. Oktober 2007

Südafrika im Finale der Rugby WM

Abgelegt unter: Südafrika — Tags:, , , — Remo Nemitz @ 17:17

Südafrika steht nach einem ungefährdeten 37:13 Sieg gegen Argentinien im Finale der Rugby WM. Die Springböcke trafen bereits in der Vorrunde auf den Titelverteidiger England und gewannen deutlich 36:0. Damit ist Südafrika der klare Favorit für das Finale am Samstag, wobei gesagt werden muss, dass England in dieser Vorrundenbegegnung auf seinen Starkicker Jonny Wilkinson aufgrund einer Verletzung verzichten musste.

Im Halbfinale gegen Argentinien war Bryan Habana mit zwei Tries der Mann des Spiels.

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